Im Test: Star Wars Battlefront: X-Wing VR

esekai_nani_01

Daaaa, daa, dadada daaaa, daaa! Star Wars ist seit dem Start der neuen Trilogie erneut in wirklich aller Munde. Selbstverständlich lässt die Videospielindustrie nicht lange auf sich warten und hat mit Star Wars Battlefront bereits 2015 einen Mehrspieler-fokussierten First Person-Shooter auf den Markt gebracht, in dem sich die Spieler online in Battlefield-typischen Massenschlachten in der Rolle von Rebellen oder imperialen Sturmtruppen gegenseitig beharken. Das ist aber allesamt Standardkost, wer Online-Shooter und Star Wars mag, der muss nicht lange überlegen. Wesentlich interessanter ist da schon eine kostenlose Download-Mission Star Wars Battlefront: X-Wing VR, die man auch allein offline spielen kann. Achja: Und in VR!

esekai_goodbye-real-world_01

Ich muss wirklich aufpassen, nicht in jedem Bericht zu einem PlayStation VR-Titel ins Schwärmen zu geraten, doch das ist schwierig angesichts des Erlebten. Denn genau das ist es: Ein Erlebnis! In der DLC-Mission „X-Wing VR: Rogue One“ darf man innerhalb der virtuellen Realität in einem der berühmten X-Wings Platz nehmen. Nachdem man sich den X-Wing erst noch in Ruhe von Außen anguckt hat, stellt sich plötzlich ein Gefühl der Ehrfurcht ein, wenn man schließlich im Cockpit sitzt und jenseits der Fensterscheiben das unendliche All erblickt. Egal wohin man guckt, wie man den Kopf neigt, alles sieht aus als wäre es echt, als wäre man tatsächlich in einem -entschuldigung- verdammten X-Wing.

Das Staunen fängt mit dem Beäugen der Sitze und Armaturen jedoch erst an: Gemeinsam mit einer ganzen X-Wing-Schwadron soll man sich auf den Weg zu einer wichtigen Begleitpatrouille machen. Dazu wird einem mittels einiger simpler Flugmanöver zuerst die Steuerung näher gebracht, die einfacher nicht sein könnte und sich dennoch massiv anfühlt. Ich benutze das Wort „massiv“ bei der Beschreibung von Videospielen immer dann, wenn dass audiovisuelle Feedback dafür sorgt, dass sich der eigene Input möglichst realistisch anfühlt. Beispielsweise wenn man in Resident Evil 4 einen Gegner mit der Schrotflinte trifft, oder wenn man in Dark Souls einen Treffer mit dem Schwert landet – es fühlt sich gut an. Genau das ist der Fall in X-Wing VR: Jeder Schuss aus den Laser-Geschützen des X-Flüglers fühlt sich gut an, ganz so als würde man echte Laser-Geschütze betätigen. Also … falls es solche Laser-Geschütze wirklich gäbe.

Nun habe ich bereits einige PSVR-Titel gespielt und man sollte meinen, dass sich die Begeisterung ob der neuen Spieldimension allmählich gelegt hätte, doch nichts da. Im Gegenteil komme ich zu dem Schluss, dass diese Mission, ja, mit etwa 15 Minuten Dauer eher schon Demo, die beste Flug-Shooter-Action darstellt, die ich je spielen durfte. Egal ob die Rogue Squadron-Titel von Entwickler Factor 5 für Nintendo 64 und GameCube, egal ob unzählige Flugzeug-Spiele a la Ace Combat, X-Wing VR schlägt sie alle. Der bloße Flug durch den weiten Weltraum ist bereits eine Schau, die Reise durch ein Asteroidenfeld, begleitet von Funksprüchen der Mitstreiter, sorgt für Nervenanspannung, wenn man an riesigen, sich bewegenden Felsen vorbeimanövrieren, sich manchmal auch den Weg freischießen muss. Und wenn es dann zum Dogfight gegen unzählige Tie-Fighter kommt, begleitet vom Schatten eines Sternenzerstörers, dann spielt man nicht mehr Star Wars. Dann IST man in Star Wars. Und noch ein VR-Moment: Die feindlichen Tie-Fighter sind an und für sich wendiger als mein X-Wing, ständig verliere ich sie aus der Frontansicht. Dank VR bleibe ich dennoch an ihnen dran, denn ich gucke ganz einfach selbst mit dem Kopf rechts oder links aus dem Cockpit-Fenster und behalte die Mistviecher im Blick, während mein X-Wing etwas langsamer hinterher zieht.

esekai_naruhodo_01

Geht man allein nach der durchschnittlichen Spielzeit der X-Wing VR-Mission von etwa 15 Minuten, klingen die derzeit ungefähr 20 Euro für Star Wars Battlefront nicht unbedingt reizvoll. Als jemand, der den Kauf gewagt hat, kann ich nur sagen: Es ist diesen Preis sowas von wert! Abgesehen davon, dass die Mission zahlreiche Bonus-Ziele bereit hält, die zum mehrmaligen Spielen einladen, ist die stimmige X-Wing-Simulation die Erfüllung der kühnsten Träume eines jeden Star Wars-Fans. Wieder einmal erfüllt Virtual Reality sein Versprechen vom „Mittendrin-Gefühl“ und zeigt eindrucksvoll, warum es die Zukunft ist und kein kurzlebiges Zwischenspiel in der Welt der Videospiele. Auch das kommende Star Wars Battlefront 2 soll VR-Content beinhalten, wer aber nicht bis November warten will, kann beruhigt jetzt schon in den X-Wing steigen.


Star Wars Battlefront bei Amazon:

Star Wars Battlefront – [PlayStation 4]

 

 

 

Star Wars Battlefront II – [PlayStation 4]

Advertisements

Ein Gedanke zu “Im Test: Star Wars Battlefront: X-Wing VR

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s