Major ist laaang und Fire Emblem mangelt es an Pietät

Die E3 rückt immer näher und wie jedes Jahr sind die letzten Tage diejenigen, die am zähsten dahinzufließen scheinen. Drei, vier Tage, in denen man sich gemütlich vorm Bildschirm einigelt, Getränke und Snacks bereit stehen hat, und dem Geschehen der größten jährlichen Videospielmesse live per Video-Stream beiwohnt. Selbstverständlich hat man neben den Streams der Publisher auch das Live-Programm der Lieblings-Videospieljournalisten am Laufen und hört sich deren Einschätzungen an, bis der offizielle Teil weitergeht. Und in einem weiteren Fenster tippt man sich im Chat mit Gleichgesinnten die Finger wund, um positives wie negatives Feedback von der Seele zu lassen. Und wenn Irgendwann gegen 5 Uhr früh Sonys Pressekonferenz vorbei ist, geht man schlafen, um für Nintendos Konferenz um 18 Uhr am gleichen Tag wieder fit zu sein. Das ist E3, und ich liebe diese eine spezielle Woche im Jahr.


Aber zu dringlicheren Themen. Nun, dringlich ist daran nichts. Ich spiele derzeit Fire Emblem Warriors für Nintendo Switch und ein Umstand ist mir sehr negativ aufgefallen. Etwas, das auch in den Haupt-Spielen seit Awakening so vorkommt: Thematisch sterben am laufenden Band hunderte von Soldaten in der Schlacht. Tod und Verderben sind unmittelbar. Und dann bekommt man Cutscenes und Dialoge vorgesetzt, in denen die „Helden“ vergnügt und ausgelassen miteinander diskutieren, scherzen, und lachen. Gut lachen haben sie auch, schließlich sind sie ja die „wichtigen“ Akteure der Handlung. Was juckt unsere ach so sympathischen Helden schon der Tod von Krieger #342, wo doch einfach #343 nachrückt. Hauptsache, man zeigt seine coolen Moves in einer Zwischensequenz, ruft pathetische „Ich gebe mein Leben für die Prinzessin!“-Plattitüden, und steht am Ende doch wieder als einziger lebendig auf einem Leichenberg der No-names. Klar, für den Plot von Relevanz sind die einfachen Krieger nicht, aber wie wäre es mit ETWAS mehr Pietät in einem solch finsteren Umfeld? Ts …

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Ebenfalls aus dem Feld der Videospiele: Ich habe Freitag abend endlich South Park: Die rektakuläre Zerreißprobe begonnen. Allerdings nicht für Switch, sondern PlayStation 4, und das obwohl mir der Handheld-Faktor der Switch immer lieber ist. Warum also die PS4-Version? Der Preis! Die PS4-Version habe ich gebraucht für unter 20 Euro bekommen. Die Switch-Version hingegen schlägt mit 55 Euro zu Buche, Gebrauchtpreise so gut wie identisch. Bei derart eklatanten Preisunterschieden muss ich konstatieren, dass ich wahrlich nicht reich genug bin, um zu sagen „drauf geschissen“. Es zeigt aber auch das Problem der Late Port-Politik vieler Dritthersteller: Warum soll irgendjemand die Switch-Version kaufen, wenn die Versionen für PS4, Xbox One und PC deutlich günstiger sind? Das tolle Argument rückgratloser PR-Menschen lautet dabei „aber man kann es unterwegs spielen!“. Na klasse, Switch-Fans sollen also das Doppelte und mehr bezahlen, nur weil DASSELBE Spiel jetzt auch unterwegs spielbar ist? Ein Feature, das der Switch inhärent gegeben ist und überhaupt nichts mit einer Leistung der Entwickler/Publisher zu tun hat! Sollen sie tun, was sie wollen, nur will ich dann von Ubisoft, Bandai Namco, Capcom und Co. Kein Geheule hören a la „Nintendo-Fans kaufen nur Nintendo-Spiele“. Ne, die sind nur nicht so dumm wie ihr sie haltet.

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Mal zum Thema Anime kommend: Ich bin in der Mitte der letzten Staffel von Major und, puh, langsam darf es auch wirklich vorbei sein. Leider zieht sich die letzte Staffel inhaltlich etwas, behandelt Füllersituationen, die mit Held Goro nichts zu tun haben, wohl um auf die volle Folgenzahl zu kommen. Aber … das ist okay. Ich bin sicher, dass das Finale, die letzten paar Folgen, wieder Vollgas geben werden. Bereits die letzte Folge der vergangenen Staffeln war jeweils ein emotionaler Höhepunkt, allein schon wegen des musikalisch untermalten Rückblicks auf das Vergangene. Mal sehen, ob Goro seine Freundin Shimizu irgendwann doch noch GUT behandelt. Mann, mann, mann, verdient hat er sie echt nicht. Jedenfalls freue ich mich darauf, mich hinterher endlich wieder der aktuellen Anime-Saison widmen zu können, hänge in fast allen aktuellen Serien arg hinterher. Abgesehen von Megalo Box, das wird jede Woche sofort geguckt 🙂

Bonus: Meine persönliche ideale Besetzung für Super Smash Bros. Switch!

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2 Gedanken zu “Major ist laaang und Fire Emblem mangelt es an Pietät

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