Nach 3 Folgen – Die Sommer-Saison 2018 im Zwischenfazit

Die ersten drei Folgen sind um, jedenfalls für alle neuen Serien außer Shingeki no Kyoujn. Die Titanen, bzw. deren Abwesenheit, haben aber auch jetzt schon genug Eindruck hinterlassen, um eine erste Begutachtung zu rechtfertigen. Was also taugt die Sommer-Saison 2018 bislang? Allzuviel hat sie ja ohnehin nicht zu bieten …


Shingeki no Kyoujin: Attack on Titan Staffel 3: DER große Name dieser Saison – endlich geht Attack on Titan weiter! Bislang ist allerdings von einem auf weiter Flur so gar nichts zu sehen: Den Titanen. Attack on Titan macht den Auftakt mit einem neuerlichen zwischenmenschlichen Konflikt: Mörder Kenny, der offenbar eine gemeinsame Historie mit Levi hat, hilft bei der Entführung von Eren und Historia. Und setzt dabei auf Pistolen anstelle von scharfen Klingen.

Animationen und Präsentation, ebenso Spannung und Drama stimmen. Bei alledem stellt sich mir dennoch die Frage: Interessiert niemanden mehr, dass vor den Mauern tödliche, existenzbedrohende Titanen lungern?! Außerdem: Wenn dieser Kenny und seine Truppe fähig genug sind, Levi in Bedrängnis zu bringen, der allenfalls noch von Kommandant Erwin übertroffen wird, warum helfen sie dann nicht im Kampf gegen die Titanen? Menschen ermorden, wenn demnächst auch die innerste Mauer gefallen ist, bringt irgendwie nicht soviel. Aber: Diesmal bekommen wir 24 Folgen. Viel Spielraum also für die Entwicklung der Handlung.

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Isekai Maou to Shoukan Shoujo no Dorei Majutsu: Eigentlich nur gestartet, weil es ohnehin so wenige interessante Neuserien gibt, hat sich Isekai Maou zu einem meiner Lieblinge entwickelt. Nein, die höchste Qualität findet man hier nicht vor, ebensowenig ist Originalität eine Stärke der Serie. Was Spaß macht, ist der Held der Serie, den man sich als Ainz Ooal Gown (Overlord) in menschlicher Gestalt vorstellen muss. Auch hier wurde ein Mensch aus der realen Welt in eine MMORPG-Welt verfrachtet, und zwar in der Rolle seines High Level-Spielavatars, eines Dämonenlords.

So denken also die Menschen dieser Fantasy-Welt, vor ihnen stünde ein mächtiger Lord, tatsächlich steckt ein unsicherer Nerd dahinter. Irgendwie schafft er es aber, seine Rolle als Dämonenlord Diablo aufrecht zu erhalten, woraus sich immer wieder lustige Szenen ergeben, wenn das, was er nach Außen hin tun muss, im Widerspruch zu den Gedanken im Inneren steht. Große Warnung jedoch: Isekai Maou ist RICHTIG ecchi. Bereits ins Folge 2 gibt es eine Bettszene, die so auch aus einem Softcore-Porno stammen könnte. Außerdem habe ich aus … Neugier ein wenig in die späteren Kapitel des dazugehörigen Mangas geguckt. Das wird dann noch RICHTIG pervers. Kann mir gar nicht vorstellen, dass es das in den Anime schafft. Doch wer weiß …

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Hataraku Saibou: Sagen wir es so: So pädagogisch wertvoll „Es war einmal … der Mensch“ ist Hataraku Saibou bei weitem nicht. Dafür lässt es die Vorgänge im Körperinneren spannend, süß und cool erscheinen. Eine durchgehende Handlung darf man nicht erwarten, eher wird in jeder Folge eine für sich stehende Geschichte erzählt, die jedoch jeweils von einigen wiederkehrenden Figuren begleitet wird. Ist keine Must-See-Serie, aber wen das Setting anspricht, findet hier gute Unterhaltung. Und meine Güte sind die Blutplättchen kawaiiiiiiiiiiii~

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Hanebado: Sport-Anime, juhuu! Räusper Nichts geht über einen guten Sport-Anime, und Badminton hatte ich zumindest noch nicht auf meiner Gesehen-Liste. Ich will gar nicht zuviel darüber schreiben, wie sehr mich eines der Mädels nach Episode 1 genervt hat, da dieselbe Problematik bereits in Folge 2 zur Nebensächlichkeit abgeflaut ist. Jedenfalls sind die Animationen während der Batminton-Matches, Rotoskopieverfahren sei Dank. Fans von Sakamichi no Apollon sind mit dieser Technik bereits vertraut, so wurden dort die Musikspieler animiert. In Hanebado schafft man es damit, die Bewegungen realer Badmonton-Spieler einzufangen und in die Welt der Anime zu übertragen.

Die Story ist bislang Durchschnitt, was einem Sport-Anime aber nicht sonders Abbruch tut. Wichtig sind charismatische Charaktere, die es bereits zur Genüge gibt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch das erste richtige Turnier. Solange die Serie nicht ins Melodrama abdriftet („meine Mama hat mich verlassen, weil ich nicht gut genug Badminton gespielt hab“ – bitte nicht …), sollte da alles gut gehen. Daumen hoch.


Und, ähm, das war’s auch schon. Mehr neue Serien konnten mein Interesse bislang nicht wecken. Habt ihr mehr entdecken können? Dann ab damit in die Kommentare unter diesem Artikel! Andererseits … bei diesem Höllensommer liegt zumindest bei mir die Motivation zum Anime-Gucken ohnehin auf dem Nullpunkt. Anders leider als die Thermometeranzeige >_<

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