Der „nai“-Wortstamm

Es ist an der Zeit für eine Grundlagenstunde! Darin sehen wir uns an, wie die verkürzte Verneinungsform eines Verbs gebildet wird und, noch wichtiger, wie man daraus den „nai“-Wortstamm erhält, der für weitere grammatikalische Konstruktionen wichtig ist. Schnell rein ins kalte Wasser, dann ist es weniger schlimm!

„Tabemasen“ heißt „nicht essen“. „Hashirimasen“ heißt „nicht laufen“. Und „sakebimasen“ heißt „nicht schreien“. Mit „-masen“ sehen wir hier die lange Verneinungsform. Verkürzt sehen die drei Beispielverben dann so aus: „tabenai“, „hashiranai“ und „sakebanai“. Sowohl lange als auch kurze Form sind gleichbedeutend. Je nach Verbart ist diese kurze Form einfacher oder ein bisschen weniger einfach.

So kann man bei „taberu“ (Grundform von „essen“) einfach den Wortstamm „tabe“ nehmen und „nai“ dranhängen, fertig. Bei Verben, die nicht auf „-eru/iru“ enden, sondern auf „-bu“, „-mu“ oder „-su“ (es gibt noch mehr + Ausnahmen!) hingegen wird der Endvokal der Grundform zu „a“ verändert, um die „nai“-Form zu erhalten. „-eru/iru“-Verben sind gemeinhin als „ru-Verben“ bekannt, die anderen als „u-Verben“. Erstere, weil sie stets mit der Silbe „ru“ enden, letztere, weil der letzte Vokal ein „u“ ist. Leider gibt es deshalb auch ein paar wenige Überlappungen, die man einfach lernen muss.

Beispiele:

  • taberu (essen) → tabenai
  • neru (schlafen) → nenai
  • iku (gehen) → ikanai
  • asobu (spielen) → asobanai
  • yomu (lesen) → yomanai
  • shiru (wissen) → shiranai

Das sind Beispiele für die Bildung der „nai“-Form. Man beachte „shiru“, das eigentlich ein „ru“-Verb sein müsste, jedoch zu den „u“-Verben zählt und deshalb nicht zu „shinai“, sondern „shiranai“ wird.

Wenn wir die „nai“-Form haben können wir ganz einfach den „nai“-‚Wortstamm erkennen, indem wir schlicht und ergreifend das „nai“ entfernen (Der Wortstamm ist dabei stets das, was vor dem „nai“ steht.). Das sieht wie folgt aus:

  • tabenai → tabe
  • nenai → ne
  • ikanai → ika
  • asobanai → asoba
  • yomanai → yoma
  • shiranai → shira

Damit lässt sich Weiteres anfangen, vor allem können wir damit die grammatikalische Konstruktion für „müssen“ bilden. Dazu aber in der nächsten Lektion, denn für heute reicht es wirklich!

„Mou hitotsu no kishi o kakanaito ikenai …“
„Ich muss noch einen weiteren Artikel schreiben …

2 Gedanken zu “Der „nai“-Wortstamm

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