Neguse – Früher aufstehen, dann passiert das nicht

Ein neuer Tag drängt sich unerbittlich auf, man ist noch müde von einer langen Nacht, blickt auf die Uhr und stellt fest: Verdammt, schon SO spät?! Zack, zack, stürzt man sich beinahe aus dem Bett, putzt sich die Zähne, zieht sich an und verlässt das Haus. Die Haustür abzuschließen, daran denkt man noch. Als jedoch die erste Arbeitskollegin kichert und feststellt „du siehst ja heute wild aus“, wird klar: Ein Fall von akutem Neguse – 寝癖!

Etwas hat man nämlich in all der Eile doch vergessen. Der eigene japanische Begriff „Neguse“ setzt sich zusammen aus den beiden Kanji für „neru“ (schlafen) und „kuse“ (Angewohnheit, Verhaltensweise). Zusammen wird daraus „neguse“, das aber nicht etwa die Schlafgewohnheiten beschreibt, sondern sich speziell auf unsere Haarpracht bezieht.

Links: Rui mit Neguse, Rehts: Rui mit üblicher Frisur

„Neguse“ ist ein spezieller Begriff für … nunja, im Deutschen gibt es dafür eben keinen konzisen Begriff. Es beschreibt das Haar, nachdem man geschlafen hat und bevor man es sich nach dem Aufwachen zurechtkämmt. Wenn es noch wild und zerzaust ist vom Im-Bett-Liegen. Da diese Art von Frisur in der Regel die Folge eines Versäumnisses ist (schließlich würde niemand ohne sich zu kämmen außer Haus gehen, gell? *hust, hust*), könnte man im Deutschen auch „Verschlafhaar“ sagen. Oder man bleibt bei „Neguse“, weil man Japan-Kenner ist!

Ein Gedanke zu “Neguse – Früher aufstehen, dann passiert das nicht

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