Dokumentation eines PC Builds – oder: „Ich habe einen großen GameCube gebaut!“

Es ist mehr als 10 Jahre her, dass ich meinen letzten (und ersten!) PC eigens zusammengebaut hatte. Jetzt zum Generationenwechsel der Konsolen musste ich wieder mal dringend überlegen, wie ich in Zukunft weiter zocken will. Die Antwort: PC (+Nintendo) ist die optimale Lösung. PlayStation 5 fällt wegen Sonys absurder Zensurkampagne aus dem Raster und Xbox Series X wird nichts bieten, das nicht auch am PC spielbar sein wird. Außerdem möchte ich ja mittelfristig stark in VR einsteigen, das es für die neue Xbox überhaupt nicht gibt. Da ich außerdem einen angenehmen Platz zum Schreiben von Artikeln wie diesem hier wollte, war ein neuer PC die korrekte Antwort. Dabei habe ich kurz vorm Bauen doch eine günstigere, ältere Grafikkarte gewählt, denn irgendwann demnächst veröffentlicht Nvidia die neue 3000er-Serie – und da werde ich gegebenenfalls nächstes Jahr aufrüsten. Eine teure 2070 Super hat in meinen Augen derzeit keinen Sinn ergeben.

Im Folgenden zeige ich euch ein paar Fotos in chronologischer Reihe und kommentiere das Ganze ein wenig. Tatsächlich gab es nämlich einige Schwierigkeiten beim Zusammenbau, die ich anderen ersparen und außerdem mir selbst für künftige PC-Basteleien dokumentieren möchte.

Das ist alle Hardware auf einem Fleck versammelt (minus Bildschirm) – da freut man sich doch 😀 Eine Liste der einzelnen Hardware-Komponenten findet ihr am Ende dieses Artikels.

Die Montage der CPU war der erste Schritt. Nunja, davor habe ich das Netzteil ins Gehäuse geschraubt, an die Steckdose angeschlossen, das Netzteil aber auf „aus“ gestellt. Auf diese Weise kann man sich angeblich erden. Ich hab es vorsichtshalber gemacht, außerdem immer wieder an einen nackten Heizkörper gefasst, aber ob mich das vor Schaden bewahrt hat, kann ich nicht sagen. Man sollte nicht unbedingt vorm PC-Bauen über Teppiche rutschen oder dicke Woll-Kleidung tragen. Die CPU richtet man nach den kleinen Dreiecken in einer der vier Ecken aus und lässt sie in den CPU-Slot fallen. Dann ging es daran, den extra dazu gekauften Noctua-Kühler zu installieren, also erstmal den entsprechenden Sockel drangeschraubt.

Hier stellte sich das erste unangenehme Problem: Diese markierten Federschrauben wollten partout nicht an beide Seiten des Kühlers passen. Am Ende habe ich erst eine Seite mit unangenehm viel Kraft runtergedrückt und festgeschraubt, und anschließend die andere Seite des Kühlers heruntergedrückt und mit noch mehr Kraft ebenfalls befestigt. Zeitweise dachte ich, gleich bricht das Mainboard entzwei >_< Wer weiß, ob ich da einen Fehler gemacht habe, aber bislang läuft der PC seit ein paar Wochen einwandfrei. Angesichts dessen, dass es in Online-Berichten immer heißt „da braucht es nicht viel Kraft“ wollte ich das jedoch erwähnen. Man braucht eben doch hin und wieder Kraft.

Und da ist er, der fertig montierte Kühler! Schön sieht das aus ❤

Den 1 TB-NVME M.2-SSD-Speicher zu installieren war einfach. Abdeckung aufschrauben, Befestigungsschraube lösen, Speicher reinstecken, Befestigungsschraube wieder reinschrauben, Abdeckung befestigen, fertig. So soll das sein.

Auch die beiden 8 GB-Ram-Module ließen sich problemlos reinstecken.

Jetzt aber zum großen Problem: Wie sich herausstellte, war mein Mainboard (Gigabyte Aorus I X570 Pro Wifi) überhaupt nicht mit dem Gehäuse (Thermaltake Core V1) kompatibel! Dabei stand auf der populären Seite pcpartpicker.com eben das, dass beides zueinander passt. Tatsächlich ist dieses Mainboard von Gigabyte (und auch nur die X570-Version. Die B450-Version soll passen) eines der wenigen X570er-Mainboards (oder gar das einzige) mit durchgängiger Metall-Backplate an der Mainboard-Unterseite. Eben deshalb haben die Abstandshalter im Gehäuse Probleme bereitet – ich konnte das Mainboard schlicht nicht befestigen.

Wenn ihr genau hinseht, erkennt ihr die Lösung: Modding! Zurückschicken ging nicht, da ich das Gehäuse schon längere Zeit zuhause hatte, außerdem wollte ich auch wirklich dieses meiner Meinung nach tolle iTX-Gehäuse. Also musste ein wenig Material an den Abstandshaltern entfernt werden! Mit etwas Hilfe konnte genug Material weggeschliffen werden, dass die Metall-Backplate nicht mehr gegen die Abstandshalter stieß und ich das Mainboard doch noch befestigen konnte. Wer entsprechende Werkzeuge zur Hand hat, kann das sicher ebenfalls modden, mein Tipp aber: Sucht euch gleich ein anderes Mainboard oder ein anderes Gehäuse, dann spart man sich den Stress.

Und dann mussten „nur“ noch die ganzen kleinen Fummelkabel sowie Stromkabel angeschlossen werden. Trotz umfangreicher Youtube-Tutorial-Recherche war das der vielleicht unangenehmste Teil des Baus für mich. Was, wenn ich ein Stromkabel falsch anstecke? Alles kaputt? Ich empfehle hier auf jeden Fall, auf Youtube nach guten Tutorials zu gucken, selbst möchte ich da um Gottes Willen keine Tipps geben. >_<

(The Matrix has you)

Doch siehe da, es lebt!

Und das ist er also, mein schicker GameCube, ein iTX-PC mit starker Hardware, der nach einigem Einstellen in Gigabytes Fan Speed-Management auch absolut hörlos arbeitet, wenn ich nicht zocke, sondern nur schreibe oder im Web surfe. Unter Last wird es dann schon lauter, aber dann kommt auch der Spiele-Sound hinzu. Ich bin happy und zocke momentan aktuelle Spiele in 1440p mit 60fps oder mehr. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich die Grafikkarte upgraden muss, momentan ist alles perfekt.

Im Folgenden die verbauten Komponenten:

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BONUS: Achja, etwas, das mir völlig egal ist und ich gar nicht wusste, dass es ins Mainboard integriert ist: RGB-Lighting!!1 Woohoo! lol

(Mein Smartphone und ich machen nochmal Regisseur-Karriere!!1)

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