Über e-Sekai.de

Youkoso auf e-Sekai.de!

E-Sekai.de ist mein Blog über moderne japanische Unterhaltungskultur. Ich bin Max, jenseits der 30, und seit vielen Jahren als Redakteur für Videospiele im Netz unterwegs. Seit langem schon hat es mich in den Fingern gejuckt, eine Website mit Fokus auf Anime zu führen, und hier ist sie nun. „e-Sekai“ ist dabei ein Wortspiel auf die Aussprache des japanischen „isekai“, das in etwa „andere Welt“ oder „seltsame Welt“ bedeutet. Das lässt sich natürlich auf eine Vielzahl von Themen beziehen, ob nun Japan als Ganzes, Anime oder Videospiele.

Die Ziele dieser Website sind dreierlei begründet:

  • Zum einen ist es mir ein wichtiges Anliegen, denjenigen Empfehlungen auszusprechen, die noch wenig über Anime wissen. Für Kenner werden meine „Empfehlungen“ daher eher ein nostalgisches Erinnern sein. Für Anfänger hingegen sollen sie Anhaltspunkte dafür sein, was man sich gefahrlos angucken kann. „Gefahrlos“ heißt dabei, dass es sich um keine wirren, überdrehten, Moe-verseuchten, Fan-Service-überladenen Serien handelt. Da aber zugegebenermaßen auch gute Anime-Serien mal über die Stränge schlagen können, versehe ich jede Empfehlung mit einem der Tags „Alltags-tauglich“, „Maa Maa“ oder „Hazukashi“. Diese Einschätzung nennt sich „H-Faktor“, also eben kurz für „Hazukashi-Faktor“ (Hazukashi = jap. für „peinlich“).
  • Zum anderen will ich auf e-Sekai.de zeigen, dass Anime ein aktuelles, lebendiges Medium sind, die heute genauso gute Produktionen hervorbringen wie vor 20 Jahren. Leider gibt es zuviele ehemalige Anime-Fans, die sich mit den Jahren abgewendet haben und nunmehr blind das Mantra von „Ghibli ist toll. Cowboy Bebop ist super. Aber der Rest … meh“ vertreten. Dabei will ich nicht sagen, dass Ghibli-Anime schlecht sind, im Gegenteil. Dennoch ist Anime SOVIEL MEHR als Ghibli. Und das möchte ich euch zeigen. :]
  • Darüberhinaus möchte ich eine frei zugängliche Antwort auf die allseits beliebte Frage „Was kannst du empfehlen?“ liefern. Zuviele Stunden meines Lebens gingen bereits damit drauf, immer und immer wieder dieselben Empfehlungen auszusprechen, und das, wo man meist bereits auf Anhieb weiß, was demjenigen gefallen würde. Meine Referenzen ob Anime-Erfahrung könnt ihr euch bei Interesse ja auf meiner MyAnimeList-Seite angucken.

Zusätzlich zu aktuellen und älteren Anime findet ihr hier auch vereinzelte Videospielberichte, vor allem zu Nintendos Switch und PlayStation VR, die beide eine moderne Art des Gaming darstellen, wie ich sie mir schon immer gewünscht habe. Ob mit Switch losgelöst vom Fernseher überall zocken zu können oder aber via PlayStation 4 und PlayStation VR in fremde Welten eintauchen – darum geht es doch irgendwie beim e-Sekai-Gedanken.

Wer außerdem ein bisschen Interesse an der japanischen Sprache hat, findet hier immer wieder mal Erklärungen spezieller japanischer Grammatik sowie die Vorstellung interessanter Kanji-Zeichen. Einen richtigen Japanisch-Kurs habe ich noch nicht geplant, doch wer weiß …

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Warum mir daran gelegen ist, mehr Aufmerksamkeit für Anime im Deutschland-Mainstream zu erzeugen? Weil auch im Jahr 2017 noch für zuviele Menschen gilt „Zeichentrickfilme = für Kinder“, wenn es nicht direkt als Unsinn abgetan wird. Dabei befassen sich Anime mehr als jedes andere Medium mit interessanten, spannenden, lustigen, dramatischen, traurigen, unterhaltsamen „What if …?“-Szenarien. Also „Was wäre, wenn …?“-Szenarien. Es geht nicht um die Einhaltung der Regeln der Realität, und auch mit der uns vertrauten, christlichen Moral wird oft genug gebrochen. Dass das erst einmal befremdlich ist, ist nachvollziehbar. Man darf dann nur nicht den Fehler machen, „die Japaner“ als krank, böse, pervers oder sonstiges zu beschimpfen. Anime und Videospiele aus Japan befassen sich weniger mit politischer Agenda, sondern wollen vor allem eine eigene, fremde, kreative Welt erschaffen.

Einer der besten Anime der letzten Jahre war „Tanya the Evil“, in dem ein Büroangestellter in der Gegenwart stirbt, als Mädchen wiedergeboren wird und in einem alternativen, fiktionalen WW1-Szenario für Deutschland kämpft. Als Militär-Magier, because why not? Und weil die Historie in dieser alternativen Wirklichkeit sehr der Historie unserer Realität entspricht, vermag „Tanya“ Deutschland zu zahlreichen Siegen zu verhelfen. Die Reinkarnations- und Magie-Thematik klingt schlimmstenfalls doof, doch FÜR die Deutschen kämpfen? Daran wird sich ein Anime-Laie schnell vor den Kopf geschlagen fühlen, a la „das geht doch nicht!“. Doch die Frage ist: Warum geht das nicht? Freilich lassen sich darauf seitenweise Argumente und Gegenargumente bringen, der einfache Fakt ist jedoch: Die Macher von „Tanya the Evil“ sind keine Neonazis, sie haben auch kein Interesse daran, rechtsextreme Kultur zu fördern. Nein, es geht einfach nur darum, dass die Isekai-Themaik seit Jahren „in“ ist, und dass Deutschland für Japaner ohnehin cool ist. Und dann kombiniert man das und erzählt eine interessante, spannende Geschichte. DAS ist „Anime“.

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Aber nur der Vollständigkeit halber: Diese unzähligen „What if …?“-Szenarien enthalten nicht nur obiges Beispiel. Mal gibt es sieben Drachenkugeln, die, wenn man sie alle sammelt, einen Wunsch gewähren (Dragon Ball). Dann gibt es ein Todesbuch, das jeden tötet, dessen Namen man hinein schreibt (Death Note). Und wieder mal wird das Leben eines Schülers erzählt, den alle supercool finden, er selbst aber eigentlich nur so ängstlich ist, dass er einfach nicht weiß, wie er seine Distanziertheit abschaltet – was für Lacher um Lacher sorgt (Handa-kun).

Anime-Fans gehören mit zu den tolerantesten, aufgeschlossensten, empathischsten Menschen auf der Welt, anderenfalls wäre es überhaupt nicht möglich, sich all diese tollen, verqueren, seltsamen Serien anzugucken. Und ausgerechnet die Fans dieses Mediums müssen sich immer wieder anhören, wie dämlich ihr Hobby doch sei. Das sollte nicht sein. Wenn du selbst noch nicht viel Erfahrung mit Anime gemacht hast, dann beherzige zumindest einen Ratschlag: Sei Neuem gegenüber aufgeschlossen. Und wenn dir ein Anime nicht gefällt, dann vielleicht der nächste. Es gibt Hunderte Bücher und Filme, die mir nicht zusagen, doch ich käme nie auf die Idee, alle Bücher und Filme zu verurteilen. Mite miyo!

Damit aber genug der Vorstellung von e-Sekai.de. Ich hoffe, ihr habt Spaß mit den Anime und Games, die ich hier vorstelle, ebenso mit den News, Videos und Japanisch-Lektionen, und guckt immer mal wieder vorbei. Vielleicht gibt es nicht jeden Tag Neues, aber wer wenigstens einmal im Monat vorbei guckt, darf sich bestimmt auf Lesestoff freuen. Natürlich würde mich noch mehr freuen, wenn ihr euch in den Kommentarbereichen oder als Anwort auf meine Tweets an Diskussionen beteiligt. Darum geht es bei Anime nämlich auch: Zusammen angeregt über das Gesehene diskutieren 😀

Ja mata,
Max

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